Johann David Heinichen: Messe Nr. 12; Johann Sebastian Bach: Magnificat, BWV 243 - Evangelische Jugendkantorei der Pfalz

Telemannisches Collegium Michaelstein, Leitung: Jochen Steuerwald  

Große Himmelsgasse 4
67346 Speyer

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Event organiser: Evangelische Kirche der Pfalz, Roßmarktstraße 4, 67346 Speyer, Deutschland

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Johann David Heinichen (1683-1729), heutzutage vor allem als Verfasser einer umfänglichen Generalbasslehre bekannt, wirkte von 1717 bis zu seinem Todesjahr 1729 in Dresden. Seine letzte Messe Nr. 12 ist ein Spätwerk im Stil des Hochbarock und zeigt den Meister auf der vollen Höhe seiner Kompositionskunst. Die Faktur der konzertant-virtuosen Orchestermesse ist streckenweise von geradezu sensationeller Brillanz und Vielfarbigkeit. Besonders anspruchsvolle und schwierige Werke komponierte Johann Sebastian Bach (1685-1759) in seinem ersten Jahr in Leipzig 1723.

Das dort entstandene "Magnificat" erfordert einen versierten Chor, sind die Stimmen doch geradezu instrumental angelegt und koloraturenreich. Die sehr bewegten Stimmlinien mit zahlreichen großen Intervallsprüngen müssen gut nachvollzogen und zugleich ihre Einbettung in das dichte Gewebe der übrigen Stimmen erfasst werden, wie z. B. bei den raschen, ineinander verschlungenen Einsätzen des „Omnes generationes” oder auch den langen Koloraturen-Sechzehntelketten von „Fecit potentiam”. Seit mehr als 60 Jahren erfüllt die Jugendkantorei der Pfalz besondere Aufgaben in der regionalen Kulturlandschaft des Landes.

Regelmäßig finden sich in diesem Chor junge, begabte Sängerinnen und Sänger im Alter von 16 bis 35 Jahren aus der gesamten Pfalz zusammen, um ihrer Leidenschaft für anspruchsvollen Chorgesang nachzugehen. Musikalischer Partner ist das Telemannische Collegium Michaelstein, Spezialisten der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, die sich in allen Bereichen der historischen Aufführungspraxis hervorragend auskennen. Die musikalische Leitung hat Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald.

Location

Dreifaltigkeitskirche Speyer
Große Himmelsgasse 4
67346 Speyer
Germany
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Die Dreifaltigkeitskirche gilt als barockes Juwel und herausragendes Zeugnis evangelischer Kirchenbaukunst. Mitten in der Speyerer Altstadt und nur unweit des Kaiserdoms rufen die Glocken des Gotteshauses allsonntäglich viele Gläubige zum Gottesdienst, die Kirche begrüßt aber auch zahlreiche Besucher zu ihrem facettenreichen Kulturprogramm.

Nach der Zerstörung Speyers durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg war die Dreifaltigkeitskirche 1717 das erste wiedererrichtete öffentliche Gebäude der Stadt. Als barocker Bau konzipiert beeindruckte die Kirche schon damals ihre Betrachter. Besonders in ihrem Inneren wirkt sie prachtvoll und imposant: Besonders die beiden Emporen stechen ins Auge, sie zeigen in farbenfrohen Bildern Szenen des Alten und Neuen Testamentes. Die reiche Ausstattung weist auf die lutherische Vergangenheit der Kirche hin während Deckengemälde, Altarbild und Kanzel vom Repräsentationsbedürfnis des Barock zeugen. Der Schalldecken und das Altarbild werden von goldenen Putten, Ornamenten und Ranken verziert, der Pelikan auf dem Deckel symbolisiert Christus.

Eine visuelle Einheit mit dem Altar bildet die auffällige Orgel. Auf der Vorgängerin dieser Orgel spielte einst sogar Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Orgelmusik und damit die Kirchenmusik überhaupt hat in der Dreifaltigkeitskirche große Tradition, die mit den vielen Konzerten im Gotteshaus weitergeführt wird.